THEATER -THEATER – DER VORHANG GEHT AUF …

Auch in dieser Spielzeit wird die LANDESBÜHNE acht Mal in der Aula der KGS gastieren. Das Wittmunder Publikum darf sich freuen auf die Eröffnung mit dem MUSICAL: DER GROSSE GATSBY – wie immer inszeniert vom Intendanten Olaf Strieb, der auch das Publikum begrüßen wird.

Am 29. Oktober geht es dann weiter mit SHAKESPEARE, MACBETH. Jeffrey von Laun in dieser Tragödie in der Titelrolle zu erleben, dürfte bereits Grund genug sein, sich diesen Klassiker anzuschauen.

 

Am 26.11.2026 MARIE ANTOINETTE oder KUCHEN FÜR ALLE – wir dürfen sehr gespannt sein auf dieses Stück, in dem Simon Ahlborn, Steffi BaurGregor Scheil, Anne Weise tief in das Geschehen nach der Französischen Revolution ein. Peter Jordans (*1967) Komödie MARIE-ANTOINETTE ODER KUCHEN FÜR ALLE! setzt bitterböse eines der berüchtigtsten und tragischsten Paare der Monarchie in den Fokus und beleuchtet die Historie auf äußerst komische und ironische Weise noch einmal völlig neu: Heraus kommt eine irrwitzige Mischung aus Screwball-Komödie, Slapstick und Historiendrama mit amüsanten Sticheleien, die bis in unsere Gegenwart reichen.

 

Am 17.12. geht es mit JENNY ERPENBECK – HEIMSUCHUNG weiter: Ein Haus an einem märkischen See ist Protagonist der Handlung. Fünfzehn Lebensgeschichten, die sich im und ums Haus herum abspielen, hinterlassen darin Spuren der Erinnerung: Angefangen in der Weimarer Republik, über das „Dritte Reich”, den Zweiten Weltkrieg, die Nachkriegszeit, die DDR und die Wende bis in die Zeit der Wiedervereinigung entfalten sich die Schicksale der Bewohner*innen. Das Haus obliegt dem Wandel der Zeit, denn es verändert sich kontinuierlich mit den Bedürfnissen seiner Besitzer*innen. Die einzige Konstante: der Gärtner, ein stiller Einzelgänger und Beobachter von Mensch und Natur …  Jenny Erpenbeck (*1967) erzählt in ihrem 2008 erschienenen Roman HEIMSUCHUNG poetisch, mit Liebe zum Detail und im historischen Kontext die Geschichte eines unscheinbaren Hauses. Gleichzeitig beleuchtet sie aber auch die Geschichten derer, die ihre Heimat aufgrund des politischen und gesellschaftlichen Wandels immer wieder verloren haben. Ein beeindruckendes Panorama des 20. Jahrhunderts, das atmosphärisch und in großen Bildern die Frage danach stellt, was bleibt, wenn unsere Zeit vergangen ist.

 

 

                    Im Januar erleben wir in Wittmund SIEGFRIED LENZ DAS FEUERSCHIFF

Ein Feuerschiff dient durch seine immer gleichbleibende Position anderen Schiffen als Navigationshilfe auf dem offenen Meer. Ein Ausfall dieses Signals hätte fatale Folgen. Bei seiner letzten Wache nimmt ein in der Ostsee anliegendes Feuerschiff die Mannschaft eines in Seenot geratenen Bootes auf. Doch bei den Männern handelt es sich um eine Bande von drei bewaffneten Gangstern, die unannehmbare Forderungen an Kapitän Freytag und seine Crew stellen. Freytag will das Problem friedlich lösen, ohne dass das Feuerschiff seine Position aufgeben muss – doch die gegnerische Seite opponiert…

Michael Uhl, der für die Landesbühne bereits FEUER AUS DEN KESSELN und das interaktive Radiohörspiel MARSCH DER MATROSEN inszenierte, zeichnet sich in seinen lokal verbundenen Arbeiten durch detaillierte Recherche aus. Nun nimmt er sich einer Adaption der Erzählung DAS FEUERSCHIFF von Siegfried Lenz (1926–2014) an. In Kooperation mit dem Küstenmuseum Wilhelmshaven wird der erste Teil des Abends „site-specific“ stattfinden: Das Publikum erlebt den Prolog des Stücks an Bord des Feuerschiffs „Norderney“, das als Teil der Ausstellung des Küstenmuseums am Bontekai liegt* – der Spannung auf hoher See steht also nichts im Weg!  *entsprechend angepasste Variante für das Spielgebiet

 

     SPATZ UND ENGEL –  ein Theaterstück mit Musik wird sicher das Wittmunder Publikum wieder genauso begeistern wie „FÜR MICH SOLL’S ROTE ROSEN REGNEN“ und „FOR EVER YOUNG“   am 18. Februar 2027, 19.30

Die Geschichte der Freundschaft zwischen Edith Piaf und Marlene Dietrich: Marlene Dietrich und Edith Piaf – zwei Weltstars, die unterschiedlicher kaum sein könnten: Die eine als Tochter eines kaiserlichen Polizeileutnants in einem Internat erzogen, die andere das Kind eines Zirkusakrobaten und einer Straßensängerin, aufgewachsen in einem Bordell in der Normandie. Während die Dietrich mit ihrem eleganten Auftreten erste Erfolge im deutschen Stummfilm feiert, begeistert die Piaf bereits in jugendlichem Alter mit der emotionalen Kraft ihrer Stimme. 1948 begegnen sich der „Spatz von Paris“ und der „blaue Engel“ vor einem Konzertauftritt in New York: der Beginn einer innigen Freundschaft, die so manche Höhen und Tiefen übersteht und bis zu Piafs frühem Tod im Jahre 1963 andauert…

Daniel Große Boymann (*1976) und Thomas Kahry (*1979) haben mit SPATZ UND ENGEL ein berührendes Theaterstück über zwei Künstlerinnen geschaffen, die einander trotz divergierender Persönlichkeiten magisch anziehen. Von überragender emotionaler Kraft sind die unvergesslichen Chansons, darunter „La vie en rose“, „Frag nicht, warum ich gehe“, „Milord“, „Sag mir, wo die Blumen sind“ und „Non, je ne regrette rien“.

       WER HAT ANGST VOR VIRGINIA WOOLF – 18.03.2027

Geschichtsprofessor George und seine Frau Martha kehren zu später Stunde angetrunken von einer Party zurück. Martha eröffnet ihrem Mann, sie habe den neuen Biologieprofessor Nick und seine Frau Honey noch auf einen Drink eingeladen. Verärgert darüber, dass er vor vollendete Tatsachen gestellt wird, fängt George einen Streit an. Als Nick und Honey eintreffen, ist die Stimmung bereits aufgeheizt und Martha beginnt, ihren Mann vor den Gästen zu demütigen. Ungeniert flirtet sie mit Nick. Aber auch Martha hat ihre verletzbare Seite und George weiß darum…

Edward Albees (1928–2016) WER HAT ANGST VOR VIRGINIA WOOLF? ist ein brutaler Ehekrieg, ein perfider Schlagabtausch, bei dem es um unerfüllte Hoffnungen, verpasste Möglichkeiten und geplatzte Lebensträume geht, für die der Partner beziehungsweise die Partnerin verantwortlich gemacht wird. Ein junges Paar sieht sich völlig unvermutet in diese Auseinandersetzung hineingezogen und erlebt die Zerstörung ihrer eigenen Illusionen. Berühmt wurde das Stück durch Mike Nichols’ Verfilmung mit Elizabeth Taylor und Richard Burton aus dem Jahr 1966. Inzwischen gilt es als einer der großen Bühnen-Klassiker des 20. Jahrhunderts.

   Alibi

13. Mai 2027, 19.30, Theater-Aula, KGS

Eigentlich wollte sich Hercule Poirot in England zur Ruhe setzen und sich der Kürbiszucht widmen. Doch im Nachbarhaus ist seine kriminalistische Expertise gefragt. Für die Bewohner*innen von Fernly Hall steht fest, dass es sich beim Tod der reichen Witwe Mrs. Ferrars um Selbstmord handeln muss. Doch als kurze Zeit später auch ihr Verlobter Roger Ackroyd tot aufgefunden wird, ist offensichtlich, dass dies kein Zufall sein kann. Gehört der oder die Täter*in zum Personal? Oder geschah der Mord im Kreis der eigenen Familie? Zusammen mit Dr. James Sheppard, einem ortsansässigen Arzt, nimmt sich Poirot dieses Falls an. Ob es ihnen gelingen wird, den oder die Schuldige*n zu überführen…?

Mit Agatha Christies (1890–1976) ALIBI setzen wir unsere „Queen of Crime“-Reihe mit einem weiteren Meisterwerk der Kriminalliteratur fort. Der Roman, der 1926 in England erschien, war das erste Werk  der Autorin, das für die Bühne adaptiert wurde. Die neue Bühnenfassung von Mark Shanahan steht dem Original in Sachen Spannung in nichts nach und verspricht fesselnde Unterhaltung, skurrile Figuren und Suspense bis zur letzten Minute!